658  Thomas Bernhard – 13 Briefe und Postkarten von Kommilitonen und Freunden an Ludwig Skumautz 1953-57

(1929–1987, österreichischer Schauspieler und Regisseur). 1953–1957. Zusammen 24 Seiten, meist eigenhändig.

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Ludwig Skumautz hatte 1955–1957 mit Thomas Bernhard am Mozarteum studiert und wohnte zeitweise bei ihm.
Ablehnungsbescheid der Kärntner Landesregierung vom 17.2.1956. Hektographiertes Typoskript, maschinenschriftlich adressiert: »Ludwig Skumautz in Salzburg / bei Bernhard Radetzkystraße Nr. 10«. Um den Jahreswechsel 1955/56 hatte sich Skumautz offenbar erfolglos um ein Stipendium beworben.
Hans Weigel (1908–1991, Schriftsteller und Theaterkritiker, Herausgeber »Stimmen der Gegenwart«): Brief mit Unterschrift. Wien, 24.II.1953. Über Skumautz‘ Greene-Bearbeitung. – Eigenhändige Briefkarte. Wien 6. II. 1954. Über ein Treffen in St. Veit. – Zwei Briefe der Redaktion »Stimmen der Gegenwart« 1954.
Elisabeth Effenberger (1921–2008, österreichische Kulturjournalistin und Autorin): Drei Briefe, zwei eigenhändig, und eine Postkarte, alle mit Unterschrift. Salzburg, 7. und 11.IX.1955, 18.XII.1957 und 30.VIII.1961. Zusammen elf Seiten. – 7. IX. 1955: »Sie sollten Thomas [Bernhard] eiligst schreiben; er ist ziemlich gekränkt ob Ihres Schweigens und will Sie doch besuchen auf seiner Fahrt nach Dalmatien. Er tut es aber sicher nicht, wenn […] keine Nachricht von Ihnen kommt, nicht zuletzt auf seine Frage wegen eines Quartiers«. – Vier Tage später ausführlicher Brief zu den Reiseplänen Bernhards, ein Eisenbahnunglück in Kärnten (»Hoffentlich waren Sie und Thomas nicht unterwegs in diesem Unglückszug!«) und verschiedene Veranstaltungen in Salzburg »Wie schön der Tag mit Heiseler war, wird Ihnen Thomas wohl schon erzählt haben. Nun ist ja nur mehr der letzte am 19.9., Wieland Schmied und Amanshausen, ausständig; davon erwarte ich mir menschlich nicht allzuviel. Schmied kenne ich nicht, Thomas als Vermittler fehlt […]. Thomas lege ich ein Zettelchen bei, das Sie ihm, bitte, geben, gelt? Und stupsen Sie ihn, daß er mir zeitgerecht Bescheid gibt!« Mit adressiertem Umschlag. – 1957: Berichtet ausführlich über verschiedene Treffen mit Thomas Bernhard, die im Zusammenhang mit seiner ersten Publikation standen (Korrekturbögen, Lesereise). Bernhard habe »ein fixes Stipendium von Kiepenheuer & Witsch bekommen, ca. 2000 S[chilling], ohne eigentliche Verpflichtung«. Desweiteren werden viele gemeinsame Freunde und Bekannte und deren berufliche Situation am Theater erwähnt.
Franzl [?] Eigenhändiger Brief mit Unterschrift »Franzl«. Linz, 8. 10. 1956. Sieben Seiten. – Sehr persönlicher Brief an Ludwig Skumautz (»Es tut mir auch so leid, daß ich nicht mehr in der Schule bei Euch bin. Es zieht mich schon oft nach Salzburg und bald werde ich bei Euch aufkreuzen«). Sehr eindrücklich schildert er seine innige Verbundenheit mit Skumautz, drückt seine Bewunderung aus und erwähnt die gemeinsame Theater-Begeisterung. Er solle in Linz unter Walleck die Hauptrolle in Schnitzlers »Liebelei« spielen, in Innsbruck habe er »mit großem Erfolg die ›Verkündigung‹ aufgeführt … Schmidtchen und meine Frau waren einfach großartig«. Fragt nach Skumautz‘ Plänen und bittet zum Schluss »Grüß mir alle die ich mag und niemand mehr. Du weißt ja wen ich mögen hab und noch mag? Den Bernhard zum Beispiel.«
Klaus W. Gmeiner (1932–2024, Regisseur). Brief mit Unterschrift. Salzburg, 26. Dez. 1957. Zwei Seiten. Ausführlicher Bericht über die berufliche Entwicklung und verschiedene Theaterprojekte.

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