623  Emil Orlik. Eigenhändiger Brief mit aquarellierter Tuschzeichnung als Briefkopf. 1910

Kitzbühel, 1. Januar 1910. Vier Seiten.

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Beschreibung

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An Anny Schindler, damals noch Theaterschauspielerin in Berlin, die aber schon im Folgejahr am Burgtheater in Wien spielte und dort Robert von Lieben, den Erfinder der nach ihm benannten Elektronenröhre, heiratete. Das Glück war von kurzer Dauer, denn Lieben starb, erst 34-jährig, schon 1913. – Inniger Brief: »Liebe Schindlerin! Dieses Bauernbriefpapier bringe Ihnen aus tiefem Schnee und richtiger Bärenkälte die herzlichsten, besten Glückwünsche zum Neujahr! Brauch wohl nicht viel Worte zu machen wie aufrichtig ich Ihnen alles Beste wünsche! Da ich Sie in Ihrem inneren Wesen erkennen durfte und da ich Sie liebes Menschenkind ……… […] Die Tage hier eilen für mich zu Ende, es war sehr schön hier […] gedenke am 4. in Berlin zu sein u. muß offen gestehen, dass ich mich diesmal auf die Heimkehr freu, was mit Allerlei zusammenhängt. Ich hoffe ich sehe Sie bald! […] Ihr treugesinnter O. || Eben kommt Ihr lieber Brief: Wie haben Sie mich erfreut!!!« – Auf der letzten Seite: »Anhang: Kennen Sie dieses Gedicht von Mörike? ich schreibe es nieder zur gemeinsamen Freude!! Du bis Orplid, mein Land! […]«. – Mit eigenhändig adressiertem Kuvert.

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