153  Ernst Barlach. Der arme Vetter. 1919

Ein Buch mit 34 Zeichnungen. Berlin, Paul Cassirer 1919. Mit zwei lithographierten Titelblättern. Originalhalbleinenband. 36 Lithographien lose in Originalhalbleinenmappe.

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Beschreibung

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Eins von 190 Exemplaren auf Watteau-Bütten (Gesamtauflage 300). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Lithographien auf gelblichem Kupferdruckkarton, der Text auf Bütten. – Nach dem Druck der Auflage wurden die Steine abgeschliffen. – Barlach verarbeitete in dem 1917 abgeschlossenen Drama Erinnerungen an die Jahre 1901–1904 in der weiten Elblandschaft seiner Heimat. Hans Iver, der »arme Vetter eines hohen Herrn«, versucht, sich an einem Ostertag an der Elbe das Leben zu nehmen. »So schreibt Barlach in einem Brief: ›ich bin zu einseitig Mensch, armer Vetter, Verbannter, Zuchthäusler, sehe mit einer (entschuldige schon!) hellseherischen Unerbittlichkeit im Menschen die Hälfte von etwas Anderem, daß es mir auf das kleine bißchen Kultur gar nicht ankommt‹« (ernst-barlach-stiftung.de). – Exlibris Eduard Erdmann, jedoch nicht in der Hauswedell-Auktion 1959 (siehe den dortigen Hinweis, dass die Witwe eine Reihe von Werken – unter anderem von Ernst Barlach – für sich und ihre Kinder zurückbehalten habe).

Laur 54. – Feilchenfeldt/Brandis 6.0.B. – Jentsch 57

49,0 : 35,0 cm. 112 Seiten; 36 Lithographien. – Batikbezugspapier auf dem Vorderdeckel des Buches etwas berieben und fleckig. – Zwei Lithographien (Blatt 28 und 29) wurden nachträglich ergänzt (leicht gebräunt, die Seitenränder je etwa 3 cm beschnitten).

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