641  Heinrich Zille. Zwanglose Geschichten und Bilder. 1919

Lithographien. Berlin, Fritz Gurlitt 1919. Mit 45 Lithographien, davon eine signiert, 17 ganzseitig und eine auf dem Vorderdeckel. Illustrierter Originalhalbpergamentband mit Kordelbindung.

Schätzpreis: 3.000

Startpreis: 2.000

Ihr Gebot (zzgl. Aufgeld & MwSt.)

differenzbesteuert, ermäßigte Mwst
Telefonisch bieten

Was bedeutet "Telefonisch bieten"?

Was gibt es beim Bieten zu beachten?

Beschreibung

Ausrufzeit : ca. 13:35 Uhr (ohne Gewähr)

Die Neuen Bilderbücher, II. Folge. – Eins von 200 Exemplaren auf altgetöntem Bütten (Gesamtauflage 265). – Druckvermerk und die erste Lithographie vom Künstler signiert. – Die meisten Blätter auch mit lithographiertem Text nach der Handschrift von Heinrich Zille. – Die erste Lithographien-Folge von 1919 war damals, schon durch die Art der Vervielfältigung begrenzt, lediglich einem kleinen Kreis von Kunstinteressierten vorbehalten. Zeitweilig wurde der Band wegen zu großer »Freizügigkeit« beschlagnahmt, der Verleger zu einer Geldstrafe verurteilt und einige der Blätter durften nicht mehr verkauft werden. »Es ist sehr interessant zu beobachten, wie in dem Buch alle Stadien vorhanden sind: von dem naturalistischen Bemühen, ›det Ding abzuzeichnen‹, bis zu der letzten Formulierung, die es nicht mehr nötig hat und souverän fortlassen kann (aber anders als die jungen Herren, die wuscheln, weil sie gar nichts können). Zilles Seele ist ganz Berlin: weich, große Schnauze, nach Möglichkeit warme Füße, und: allens halb so schlimm.« (Kurt Tucholsky, in: »Berlins Bester«, Die Weltbühne, 20. 01. 1925, Nr. 3, S. 95).

Rosenbach 59–98, 100–107 b. – Oschilewski 11. – Hayn/Gotendorf 640

40,0 : 29,5 cm. 48 Blätter.

Tax

differenzbesteuert, ermäßigte Mwst

LOT Nr: 58925 Kategorie: