35  Marc Chagall – [Jean de] La Fontaine. Fables. 1952

Eaux-fortes originales de Marc Chagall. I [et] II. Paris, Tériade 1952. Mit insgesamt 100 Radierungen, je eine weitere auf den beiden Umschlägen. Lose Doppelblätter in Originalumschlägen und Kartonchemisen, beiden zusammen in einem Schuber.

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Beschreibung

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Eins von 15 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 200). – Gedruckt auf Velin de Rives. – Im Druckvermerk von Chagall signiert. – Die Illustrationen zu La Fontaines Fabeln waren der zweite Auftrag, den Marc Chagall von Ambroise Vollard – nach dem für die »Die toten Seelen« von Gogol (1927) – erhielt. 1927 lagen 100 Gouachen fertig vor, allerdings befriedigte deren Umsetzung durch Maurice Potin und sein Atelier Chagall gar nicht, sodass er beschloss, von den Gouachen ausgehend, 100 Schwarz-Weiß-Radierungen selbst auszuführen. Diese Arbeit beschäftigte den Künstler bis 1931. Auch dieses große Projekt wurde durch Vollards Tod 1939 unterbrochen, 1946 kaufte Chagall seine Druckplatten zurück und er gewann wiederum den Verleger Tériade für die Herausgabe des Werkes. Die beiden 1952 endlich gedruckten Bände erhielten jeweils einen neuen Kupferstich für den vorderen Umschlag. Die Radierungen sind Ätzungen und »vernis mou«, Verfahren, die es ihm erlaubten, plastische Wirkungen hohen Grades zu erreichen, die in allen Feinheiten von Blattwerk, Federkleid und Pelzen zur Geltung kommen. »Weich geführt, schmiegsam sind die Konturen der Fabelwesen und Menschen, die im Bilde erscheinen, und fügen sich so auch in den malerischen Charakter der Illustrationen.« (Udo Liebelt, in: Kat. Bottrop 1982, S. 104).

Cramer 22. – Sprengel, Kat. Bottrop 1982, 147–246. – Monod 6726. – Rauch 147. – Chapon, p. 298. – V&A 1985 79. – ABF, p. 327. – A&B 52

40,0 : 31,0 cm. 100 Blätter (Radierungen). – Gelenke der Chemise (I) eingerissen. – Vereinzelt minimal stockfleckig, besonders die ersten Seiten und häufiger im Falz, nur 8 der 100 Radierungen im Rand betroffen.

english description:
With in total 100 etchings, and one more on each of the two front covers. Loose double sheets in the original wrappers and cardboard chemises, both books together in a slipcase.

One of 15 Roman-numbered artist’s proofs (total edition 200). – On Velin de Rives. – Signed by Chagall in the colophon. – The illustrations for La Fontaine’s Fables were the second commission Marc Chagall received from Ambroise Vollard – after the one for Gogol’s „Dead Souls“ (1927).

„The contours of the mythical creatures and people appearing in the images are softly drawn and supple, thus contributing to the painterly character of the illustrations.“ (Udo Liebelt, in: Cat. Bottrop 1982, p. 104).
The joints of the chemise (I) are torn. – Some minimal foxing, especially on the first few pages and more frequently in the fold; only 8 of the 100 etchings are affected in the margins.

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