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Erstes Mappenwerk von Gerhard Marcks. – Eins von 110 Exemplaren, möglicherweise eins von kaum mehr als zehn Vorzugsexemplaren im Ganzpergamenteinband. – Die vollständige Folge der Holzschnitte auf getöntem Büttenpapier. – Die Holzschnitte monogrammiert, datiert und bezeichnet, alle auf Karton (35 : 29,5 cm) montiert. – Über dem lithographierten Druckvermerk prangt das große von Oskar Schlemmer entworfene Bauhaus-Signet, das seit 1922 verwendet wurde. – Innendeckel und Mappenflügel mit dunkelblauem Stempeldruckpapier bezogen. – Der Entwurf des prägnanten goldgeprägten Deckeltitels könnte – außer von Otto Dorfner selbst – auch von Anny Wottitz oder Paul Klein stammen, beides wichtige Mitarbeiter:innen am Bauhaus. – »Das schönste Dokument der Begegnung dieses Künstlers mit dem Expressionismus ist die von Otto Dorfner gebundene Mappe mit den zehn Holzschnitten zum Wielandslied der älteren Edda […]. Ihr Stil erinnert an die naiven Illustrationen alter Märchen« (Lang, Expressionistische Buchillustration, S. 26). – »Nicht nur wegen der hohen Auflage, sondern auch wegen ihres in den Auseinandersetzungen am Bauhaus nahezu programmatischen Charakters, besitzt die Graphikfolge ›Das Wielandslied‹ […] ein besonderes Gewicht im Frühwerk.« (Lammek, S. 24). – Aus der Bibliothek von Heinrich Stinnes mit dessen typischen Besitzvermerken (siehe unten).
Lammek H 77.1–11. – Katalog Lindenau-Museum 3014-3023. – A und O des Bauhauses, Kat. 137 und Abb. 23. – Von van de Velde zum Bauhaus, S. 159
35,8 : 29,8 cm. 10 Holzschnitte, 1 Blatt. – Textblatt im Falz leicht geknittert. Titel und alle Holzschnitte mit rotem HS-Sammlerstempel in der linken unteren Ecke, Innendeckel, Druckvermerk und die Holzschnitte zudem mit den üblichen Anmerkungen des Sammlers.