395  J[ohann] N[epomuk] Hummel. Ausführliche theoretisch-practische Anweisung zum Piano-Forte-Spiel, 1828

vom ersten Elementar-Unterrichte an bis zur vollkommensten Ausbildung. Wien, Tobias Haslinger 1828. Halblederband um 1900.

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Beschreibung

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Erste Ausgabe. – Text und Noten gestochen, Plattennummer 5201. – Mit gedruckter Widmung an Zar Nikolaus I., dem Stahlstich-Porträt Hummels mit Namenszug des Verfassers und dem Privilegien-Blatt mit mehreren Wappen, vor allem des habsburgischen Kaiserhauses. Es folgt das in den meisten Exemplaren fehlende Faksimile des »Impromptû in Canone«. – Johann Nepomuk Hummel (1778–1837), zeitweise Schüler von Wolfgang Amadeus Mozart, später von Antonio Salieri und Joseph Haydn, galt zu seiner Zeit als einer der bedeutendsten Klaviervirtuosen. Seine Werke beeinflussten die größten Komponisten seiner Zeit wie Chopin, Schumann, Mendelssohn, Liszt und selbst Wagner. »Hummels Zugang zum Fortepiano eine neue Schule des Klavierspiels hinsichtlich des technischen Anspruchs und der Klanggestaltung zwischen Klassizismus und Romantik. Ein großer Gegensatz zum weithin maßgeblichen Klavierspiel des großen Titanen Beethoven entzweite lange die Parteien. Czerny beschreibt dies so: ›Wenn sich Beethovens Stil durch eine ungeheure Kraft, Charakteristik, unerhörter Bravour und Geläufigkeit auszeichnete, so war dagegen Hummels Vortrag das Muster der höchsten Reinheit und Deutlichkeit der anmutigsten Eleganz und Zartheit und die Schwierigkeiten waren stets auf dem höchsten, Bewunderung erregenden Effekt berechnet […] bald bildeten die zwei Meister Parteien, welche einander mit aller Macht anfeindeten. Hummels Anhänger warfen dem Beethoven vor, dass er das Fortepiano malträtiere, dass ihm alle Reinheit und Deutlichkeit mangle, dass er durch den Gebrauch des Pedals nur confusen Lärm hervorbringe und dass seine Kompositionen gesucht, unnatürlich, melodielos und überdem unregelmäßig seien. Dagegen behaupteten die Beethovenisten, Hummel ermangele aller echten Phantasie, sein Spiel sei monoton wie ein Leierkasten, die Haltung der Finger sei kreuzspinnenartig und seine Kompositionen seien bloße Bearbeitungen Mozart’scher und Haydn’scher Motive. […] Kein ordentlicher Pianofortevirtuose der Gegenwart kann und darf die Hummel´schen Hauptwerke ignorieren, wenn seine Ausbildung eine allseitige sein soll.‹« (Franz Liszt, zitiert nach www.hummel-gesellschaft-weimar.de). – »Hummels Klavier-Schule steht in einer Reihe mit den bedeutendsten klavierpädagogischen Leistungen seiner Zeit wie den Schulen von Czerny und Kalkbrenner« (Kahl in MGG).

RISM online 450069598

33,5 : 26,5 cm. 3 Kupferstiche, 444 gestochene Seiten. – Vordergelenk gebrochen. Teils fleckig.

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