618  Thomas Mann. Wälsungenblut. 1921

Mit Steindrucken von Th. Th. Heine. München, Phantasus 1921. Mit zwölf ganzseitigen Lithographien und 20 Textillustrationen. Originalpergamentband; Deckelvignette, Rückentitel und Kopfgoldschnitt goldgeprägt. Im Schuber.

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Beschreibung

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Erste Ausgabe. – Eins von 70 Vorzugsexemplaren in Antikkalbspergament (Gesamtauflage 530). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Die Novelle um ein in inzestuöser Liebe verbundenes Geschwisterpaar aus reichem jüdischen Hause entstand bereits 1905, kurz nach der Hochzeit mit Katia Pringsheim, und sollte bereits Anfang Januar 1906 in der »Neuen Rundschau« erscheinen. Allerdings gelangten auf ungeklärte Weise Kopien in Kreise der feineren Münchner Gesellschaft, verbunden mit wilden Gerüchten einer vorgeblich antisemitischen Tendenz der Novelle. Diese sollte angeblich die angesehene halbjüdische Münchner Familie, aus der Katia und ihr Zwilling stammten, auf das Schlimmste kompromittieren. Deshalb zog Thomas Mann den Text zurück, und ließ erst Jahre später bei Georg Martin Richter den vorliegenden Privatdruck edieren – nicht aber in die »Gesammelten Werke« aufnehmen, die ab 1922 erschienen (vgl. KNLL 11, 89f). – Sehr schönes Exemplar.

Potempa E 22.2. – Rodenberg 459. – Schauer II, 10

26,3 : 20,3 cm. [8], 88, [4] Seiten. – Linke Seite des Doppelporträts mit schwachem Knick unten.

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