619  Thomas Mann. Unordnung und frühes Leid. 1926

100 Jahre nach der Erstausgabe entdeckt: Der Prototyp in Pergament

Novelle. Berlin, S. Fischer 1926. Mit Titelradierung, zweifarbig lithographierter Deckelillustration und farbig illustrierten Vorsätzen von Karl Walser. Flexibler Originalpergamentband mit Rückentitel und Kopfgoldschnitt. Im illustrierten Originalschuber.

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Beschreibung

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Erste Buchausgabe. – »Dieses Exemplar wurde für Friedrich Herrmann [seinerzeit Herstellungsleiter des S. Fischer Verlages] über die Auflage gedruckt. – In der Ausstattung der Vorzugsausgabe, vom Verfasser signiert, mit der radierten Titelvignette und auf getöntem Bütten. Es handelt sich um das einzige uns und allen befragten Thomas Mann-Experten bisher bekannt gewordene Exemplar, das wie ursprünglich geplant und im Druckvermerk angekündigt, in Pergament gebunden ist. Alle anderen 300 Exemplare der Vorzugsausgabe wurden »wegen technischer Schwierigkeiten bei der buchbinderischen Verarbeitung […] statt in Pergament in Ganzleder ausgeführt« (so der auch hier beiliegende Berichtigungszettel). Möglicherweise traf Friedrich Herrmann nach Ansicht des ihm zugedachten Ansichtsexemplars die Entscheidung, statt spröden Pergaments weiches Kalbleder für die Einbände zu verwenden. – »Bezaubernd ausgestattet […] wohl das graziöseste Büchlein, das Fischer je herausgebracht hat« (Peter de Mendelssohn, zitiert nach Badorrek-Hoguth).

Potempa E 29.2. – Badorrek-Hoguth B 60.1. – Pfäfflin 140

16,5 : 12,5 cm. 126, [6] Seiten. – Schuberkanten angeplatzt bzw. überklebt.

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