Ausrufzeit : ca. 16:16 Uhr (ohne Gewähr)
Eins von 250 Exemplaren auf Velin (Gesamtauflage 306 auf verschiedenen Papieren). – Im Auflagenvermerk von Max Ernst signiert. – »Nach eigener Aussage erfand Max Ernst die Technik der Frottage (Durchreibung) am 10. August 1925 in Pornic unter Verwendung der Dielenbretter seines Hauses. Noch in demselben Jahr schuf er etwa 300 Bleistiftfrottagen, darunter die 34, die er mit Hilfe des Dichters Paul Eluard auswählte. Sie wurden 1926 zusammen mit einem Vorwort seines Freundes Hans Arp von Jeanne Bucher als Mappe unter dem Titel ›Histoire naturelle‹ verlegt. Allerdings zeigt ihre ausgereifte technische Ausführung, daß ihnen frühere, ähnliche Experimente vorausgegangen waren. || Bilder und Vorwort der ›Histoire naturelle‹ weisen enge Beziehungen zum Surrealismus auf. Die Frottagen können in ihrem Wesen sogar als polemische Ergänzung zu Bretons erstem ›Manifest‹ verstanden werden.« (Béatrice Hernard, in: Papiergesänge). – »Max Ernsts und Hans Arps ›Histoire naturelle‹ besteht im Grunde aus einer Erzählung, in der die Worte das Änigmatische der Bilder hervorheben und Bilder die Vielschichtigkeit des Textes vertiefen.« (Harriett Watts, in: Das Buch des Künstlers, Wolfenbüttel 1989).
Spies/Metken 790–823. – Monod 4314. – Papiergesänge 48
52,0 : 35,0 cm. (Mappe). [8] Seiten, 34 Frottagen. – Etwas stockfleckig, der Text und wenige Graphiken stärker.
english description:
34 photogravures based on pencil frottages. Includes two double-page spreads of text in the original half-cloth folder with the label on frontcover.
One of 250 copies on vellum (a total edition of 306 on various papers). – Signed by Max Ernst in the edition note. – „According to his own account, Max Ernst invented the frottage technique on August 10, 1925, in Pornic, using the floorboards of his house. In the same year, he created some 300 pencil frottages, including the 34 he selected with the help of the poet Paul Éluard. They were published in 1926 by Jeanne Bucher as a portfolio titled “Histoire naturelle,” accompanied by a foreword by his friend Hans Arp.
Some foxing; the text sheets and a few illustrations more affected.