417  Leo Klenze. Ueber das Hinwegführen plastischer Kunstwerke aus dem jetzigen Griechenland 1821

und die neuesten Unternehmungen dieser Art. Eine Vorlesung gehalten […] am 31. März 1821. München, gedruckt bey Michael Lindauer [1821]. Neuer Buntpapierumschlag.

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Beschreibung

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Erste Ausgabe dieses Privatdrucks. – Nach einer Vorlesung in der Bayerischen Akademie. – Leo Klenze, Münchner Architekt und Baurat (1784–1864) untersucht die Berechtigung, mit der Archäologen und Ausgräber wie Lord Elgin in Athen, Haller und Cockerell in Aegina sowie Sickler in Olympia Kunstgegenstände in ihre Heimatländer überführten. Dem Elginschen Kunstraub hält er zugute, dass er »eine neue Epoche der Kunstgeschichte und der neueren Kunst selbst« eröffnet habe, »denn hier ward dem gebildeten Europa eigentlich griechische Kunst und Art zuerst anschaulich und bekannt gemacht.« – Die Schrift erschien in Klenzes früher Münchner Schaffensperiode, 1821 waren die Arbeiten an dem von ihm konzipierten Palais Leuchtenberg abgeschlossen. – Aus der Bibliothek von Karl August Böttiger (1760–1835, Philologe, Pädagoge, Redakteur und Schriftsteller). Dieser lebte seit 1804 in Dresden, hielt in seiner Wohnung im Coselschen Palais Vorlesungen über die Antike und wurde 1814 schließlich Oberinspektor über das Museum der Antiken. – Sehr seltene Abhandlung über ein bis heute anhaltend und kontrovers diskutiertes Thema, von der Büste der Nofretete bis zu den Benin-Bronzen.

25,3 : 20,0 cm. 24 Seiten. – Rücken mit altem Buntpapier gefasst, in neuen Karton mit Schutzumschlag eingehängt. – Die erste und letzte Seite angestaubt und etwas fleckig. – Titel mit Bibliotheksschild, rückseitig Sigel und Exlibrisstempel »Ex Bibliotheca Böttigeri«.

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