416  Heinrich Schliemann – Sophie Schliemann. Eigenhändiger Brief und eigenhändige Visitenkarte, beide mit Unterschrift. 1891

Athen, 26. Januar 1890 [recte 1891] und undatiert. Ein Doppelblatt, auf Seiten 1 und 2 beschrieben, und eine Karte in Umschlag mit Trauerrand.

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Beschreibung

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Danksagungen für Kondolenzbriefe nach dem Tode ihres Ehemannes. – Sophia Engastromenos (1852–1932) war 1869 Schliemanns zweite, von ihm als »homerisch« bezeichnete, Ehefrau geworden. Am 26. Dezember 1890 war Heinrich Schliemann in Neapel überraschend verstorben. Sein einbalsamierter Leichnam wurde zu seiner Familie nach Athen überführt, der griechische König hielt Totenwache und die Beisetzung am 4. Januar 1891 fand unter größter öffentlicher Teilnahme statt. – I. Visitenkarte mit eigenhändig adressiertem Trauerumschlag: An den Frankfurter Bankier, Komponisten und Mäzen Emil Sulzbach (siehe die vorherige KatNr.): »Es gewärt [sic!] mir Trost zu sehn wie liebevoll das Andenken meines geliebten Mannes in Deutschland gehalten wird […]«. – II. Brief an einen nicht namentlich genannten »Herrn Professor«. Sie dankt, auch im Namen ihrer Kinder für seine warmherzigen Teilnahmsworte: »Sehr schön war Ihr Nachruf! Es rührt mich sehr zu sehn, wie hoch man das Andenken meines geliebten Mannes in Deutschland ehrt! […]«. – Einer der bekanntesten Nachrufe auf Schliemann von seinem Freund und Förderer Rudolf Virchow, der am 1. März 1891 auch die Totenrede im Berliner Rathaus halten sollte, erschien ab Januar 1891 in »Die Gartenlaube«.

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