74  Bauhaus – Erich Glas. In Flandern reit’t der Tod. 1919

Fünf kolorierte Holzschnitte. Um 1919. 25 : 16 cm (31 : 21 cm). Signiert, im Stock monogrammiert.

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Beschreibung

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Unnummeriertes Künstler- oder Belegexemplar. – Mit einem sechsten Holzschnitt als Titel, auch dieser koloriert. – Die Holzschnitte auf dünnem Japan, alle in Passepartout aus grünem Tonpapier. – Lose in Halbledermappe mit vergoldetem Rückentitel (Otto Dorfner). – »Die Darstellungen sind wohl von einem 1916 auf Niederländisch publizierten ›Vlaamse (Flämischen) Dodendans‹ angeregt: Elsa Laura von Wolzogen veröffentlichte ihn 1917 in deutscher Übersetzung und unterlegte ihm eine Melodie nach einem rheinischen Nonnentanzlied des 15. Jahrhunderts […] Der Originaltitel des ›Vlaamse Dodendans‹ und die Darstellung marodierender Landsknechte verweisen auf die zu Kriegsbeginn 1914 durch deutsche Soldaten an belgischen Zivilisten verübten Greuel; einige der Darstellungen spielen zugleich auf die apokalyptischen Reiter der Johannes-Offenbarung an.« (Aescht/Ernsting, S. 311). – Beilage: Unkolorierter Abzug des ersten Holzschnitts. – Erich Glas (1897–1973) studierte nach seinem Kriegsdienst zunächst an der Kunsthochschule in München bei F. H. Ehmcke, bevor er 1919 ans Bauhaus nach Weimar kam, dort im Vorkurs von Johannes Itten studierte und in die von Walter Klemm geleitete Druckereiwerkstatt übernommen wurde. 1921 wurde er Mitglied in der Künstlergruppe »Das junge Rheinland«.

Katalog Netzwerk Dorfner 2014, KatNr. 47 (dieses Exemplar). – Aescht/Ernsting 94.1–6. –

37,0 : 27,0 cm. (Mappe). – Mappengelenke brüchig.

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