Ausrufzeit : ca. 15:39 (Zeitplan ohne Gewähr)
Eins von 100 Subskriptionsexemplaren für die Mitglieder der Pariser Bibliophilen-Vereinigung (Gesamtauflage 116). – Im Druckvermerk von Künstler, Autor und dem Präsidenten der Bibliophilenvereinigung signiert. – Gedruckt auf Auvergne-Bütten von Richard de Bas bei Fequet et Baudier, Paris, mit dem Trockenstempel des Buchclubs. – Jean Paulhan ging als junger Mann nach Madagaskar, um dort zu unterrichten, und war fasziniert von den einheimischen madagassischen Gedichten, den »Hain-Teny«, die er ins Französische übersetzte. Diese haikuartigen, aber auch sonettenartigen Verse, die in ihrer Poetik eher volkstümlich als formal sind, mögen zwar schwer verständlich sein, sind aber oft sinnlich, wie Paulhan die Auswahl für diese Ausgabe in seinem Vorwort charakterisierte. Paulhan unterteilte das vorliegende Werk in mehrere Abschnitte oder Stimmungen, für die er jeweils eine Aquatinta-Radierung sowie eine Hauptillustration anfertigte. Diese Ausgabe von erschien zu einer Zeit, als Masson die vergangenen fünf Jahre in der Provence verbracht hatte, wo er sich intensiv mit der Farblithografie beschäftigt hatte. Mit Hilfe des Druckers Jacques Frélaut schuf er mehrere Reliefplatten, die gleichzeitig mit allen Farben eingefärbt wurden. Masson und Frélaut entwickelten diese Technik, bei der jede einzelne Ebene (hier meist drei) eine andere Textur aufwies. Das Ergebnis ist eine nicht nur visuelle, sondern auch haptische Fülle; denn wenn man das provokative Werk von Hain-Teny liest und die Illustrationen berührt, nimmt man eine subtile Sinnlichkeit in den glatten bis rauen Texturen, in den Erhebungen und Vertiefungen wahr. (vgl. Saphire/Cramer).
Saphire/Cramer 36. – Monod 8907. – ABF, p. 338. – A&B 197
44,0 : 34,0 cm. 84, [10] Seiten. – Durchgehend stockfleckig.
english description:
»Jean Paulhan went to teach in Madagascar as a young man and became fascinated with the native Malagasy poems called Hain-Teny. He set about translating them into French. These hai-ku-like but also sonnet-like lines, popular rather than formal in their poetics, may be obscure but are often sensual, as Paulhan characterized the selection for this edition in his preface. Paulhan divided the present Hain-Teny – just a selection from a vast store – into sections or moods, for each of which Masson made an illumination in aquatint as well as a major illustration. Masson had spent the five previous years in Provence, immersed in color lithography. Masson and Frélaut worked out this technique, in which each separate level (usually 3 here) had a different texture. The result is a richness not only visual but tactile, for if one reads the provocative Hain-Teny and touches the illustrations, one perceives a subtle sensuality in the smooth to rough textures, in the ridges and depressions. In short, a tropical experience which the reader cannot suspect from the flat reproductions at hand.« (Saphire/Cramer, S. 100).
Widespread foxing throughout.