414  Heinrich Schliemann. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. 1878

[Paris,] 9. Juli 1878. Eine Seite.

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Beschreibung

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In griechischer Sprache, Transkription und Übersetzung liegen bei. – An den deutsch-französischen Philologen Michel Bréal (1832–1915) aus der Pfalz. Heinrich Schliemann bedankt sich für einen erhaltenen »Beitrag über die cyprischen Inschriften (Aufschriften). Ich lese sie mit grosser Begeisterung und werde sie nochmals (genau) durchgehen. Ich freue mich sehr darüber, wie Du Dich mit den Geheimnissen der cyprischen Sprache beschäftigst und mit allen Mitteln versuchst (auf der Jagd bist), die prähistorische Epoche deutlich zu machen.« – Er lädt Bréal zu einem Abendessen ins Grand Hotel ein. »Du wirst dort die besten Freunde, sogar Emil Egger, antreffen, der wie ich höre, in Kürze nach Athen fahren wird. […]« – Der ursprünglich aus Kärnten stammende Hellenist Émile Egger (1813–1885) unterrichtete an der »Faculté des lettres de Paris«. Schliemann hatte 1866–1870 an der Sorbonne Philologie, Philosophie und Literatur studiert und bereits damals mehrere Mietshäuser in Paris erworben. Als Anschrift notiert er auf diesem Brief »5 Boulevart St. Michel«. 1878 erschien in Paris die französische Ausgabe seines Mykene-Buches. Michel Bréal zählt zu den frühen Verfechtern einer deutsch-französischen Verständigung und erwarb sich große Verdienste um den deutsch-französischen Wissenschaftstransfer.

Linker Rand verso mit Montierungsspuren.

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