286 Rainer Maria Rilke. Das Marien-Leben.

Leipzig, Insel [1913]. Blauer Originalecrasélederband mit ornamentaler Deckelvignette, Liniensatz, Deckeltitel und Buchschnitt in Handvergoldung (signiert: KGS Weimar). – Widmungsexemplar.

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Description

Erste Ausgabe. – Exemplar 7 von 200 der Vorzugsausgabe auf Bütten, davon nur 50 in dieser blauen Einbandvariante, bei der beide Deckel verziert wurden. Die Handeinbände entstanden an der Kunstgewerbeschule Weimar. – Vom gleichen Satz wurde Band 43 der Insel-Bücherei gedruckt. – Henry van de Veldes »Einbandentwurf […] ist für mein Auge einer der hinreißendsten Einbände auf der Schwelle zur Moderne.« (Brinks S. 177). – Sehr selten, zumal so tadellos und als doppeltes Widmungsexemplar: Vorblatt mit eigenhändiger Widmung für die Tänzerin Clotilde von Derp, »dankbar, für einen schönen freudigen Abend: Rainer Maria Rilke (München, Okt. 1913)«. Noch im September hatte Rilke bedauernd an die junge Tänzerin Clotilde Anna von der Planitz (1892–1973) geschrieben, dass er auch bei seinem kommenden Münchenaufenthalt ihren Tanzabend versäumen würde. Er bat, auch im Namen von Lou Andrea-Salomé, um eine Begegnung, die so glücklich verlaufen sein muss, dass er ihr im Oktober sein »Marien-Leben« übersandte (Schnack, Rilke-Chronik. S. 440). – Beilage: Originalfotografie (rückseitig von Rilke eigenhändig betitelt und gewidmet: »Aufgenommen im Garten der Ermitage, Nyon, mit Weihnachts-Grüßen aus Locarno / an Elya«, die Schauspielerin Elga Maria Nevar, damals in München. Am 21. Dezember 1919 hatte Rilke ihr aus Nyon, wo er sich auf Einladung der Gräfin Mary Dobrcensky aufhielt, geschrieben und einige, dort entstandene Fotos geschickt (Rilke-Chronik, S. 671). – Der blaue Originalschuber und das Vorblatt mit dem Exlibris Panof Grafsos Skinos. – Fast makellos.

19,4 : 12,5 cm. 26, [6] Seiten. – Das Foto in einem eingeklebten, beschrifteten Umschlag, das gegenüberliegende leere Vorblatt mit schwachem Abklatsch. Der Schuber minimal fleckig. – Seitenkante des Vorderdeckels unmerklich berieben.

Mises 84. – Brinks 111 und Abb. 64. – Sarkowski 1351. – Jenne II, S. 45, 43.1

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